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Statement 2026-09
Einige Gedanken zur gegenwärtigen Lage Maria Weiß 09.04.2026 Leider muss man das in dieser Weise formulieren, denn etwas anderes kann man in der Realität kaum wahrnehmen als Pessimismus. Aber bitte: Die Geschichte der ganzen Welt, auch die Geschichte Europas, auch die Geschichte selbst unseres Landes, das sich allerdings recht schwergetan hat in dieser Hinsicht, zeigt etwas anderes. Es zeigt, daß auch prinzipielle Veränderungen nicht völlig unmöglich sind. Und darauf gestützt möchte ich jetzt Folgendes feststellen. Was ist in diesem Land los? Wo ist der fortschrittliche Ansatz der Jugend- und Studentenbewegung der 1970er-Jahre geblieben? Den kann man heute mit der Lupe suchen. Der hat sich umgewandelt in sein glattes Gegenteil. Nicht der Mensch soll mehr das Entscheidende sein, sondern die Natur, die sogenannte Natur und alles, was damit zusammenhängt. Und deswegen kann man den Menschen ruhig mit Füßen treten, Hauptsache man schädigt nicht die Natur. So weit zu den Absurditäten der Grünen, welche in diesem Land – nach einem winzig kleinen Aufstand, in eine ganz andere Richtung, in eine revolutionäre Richtung, die es auch gegeben hat, und die mit Füßen getreten, unterdrückt und ermordet wurde – nach vorne geschoben und politisch etabliert wurden. Aber es ist so, daß es immer noch Menschen gibt, die auch daran noch nicht verzweifelt sind. Und deswegen sollte man meiner Ansicht nach versuchen, das richtige Verhältnis zwischen den Ausbeutern und Ausgebeuteten auch in diesem Land, wiederherzustellen, indem man nicht den Ausbeutern den Vorrang läßt, sondern selber gegen sie aktiv wird. Das ist jetzt leider nur eine kleine, winzige Hoffnung von meiner Seite,
ob es hier in diesem Land auch noch andere Menschen, außer den Grünen
– die sich leider auf die Umwelt verzogen und beschränkt haben, obwohl
in diesen Kreisen auch ehemalige revolutionäre Kräfte sind – gibt, Menschen,
die über ihren eigenen Tellerrand hinausschauen können und das, was gegenwärtig
läuft, nicht als das A und O für alle Zeiten betrachten. Bitte, die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Es gab vor etlichen Jahrzehnten in diesem Land auch eine revolutionäre Jugend- und Studenten-Bewegung. Aber diese wurde leider, weil sie noch zu klein und zu schwach war, aufgefressen von den Experimentatoren der internationalen Ausbeutung – sprich den Grünen. Au fein, man konnte doch so prima leben hier, viel besser als die Linken es getan haben. Die Linken sind ja so blöd gewesen, daß sie das gar nicht gemerkt haben. Aber die anderen, vor allem die Umweltapostel, die waren ja viel besser darin, es zu merken und zu sehen, wie schön es sich doch leben lässt, insgesamt, in diesem Land. Einem, welches von der internationalen Ausbeutung, von der Unterdrückung und mörderischen, todbringenden Ausbeutung in vielen Ländern auf der Welt lebt. Ja bitte, man kann doch prima damit zurechtkommen, man muss einfach bloß die Dinge umkehren und sagen: Nicht der Mensch ist entscheidend, sondern die sogenannte Umwelt um den Menschen, das sei das Entscheidende. Und leider haben sie doch mit diesem Idiotismus hier auch einen entsprechenden Erfolg in den letzten Jahrzehnten aufweisen können. Daß das nicht immer so bleibt, das zeigt allein schon die Geschichte. Und auch die jetzige Krise, die garantiert weiter Fahrt aufnehmen wird, was nicht so "schön" aussehen wird wie bislang, wird das zeigen. Denn ohne Krisen gibt es kein Weiter im Kapitalismus. Ja, und ohne Weiterentwicklung gibt es aber irgendwann auch keine Menschheit mehr. Darüber muss man sich mal im Klaren sein. Die heutigen Möglichkeiten der Massenvernichtung sind inzwischen schon so riesig geworden, daß es nicht mehr so besonders schwierig sein dürfte, 90 Prozent der Menschheit daran krepieren zu lassen. Aber ihr Problem, das der Ausbeuter und denen die davon leben, ist eben: Die 10 Prozent, die vielleicht übrig bleiben, wovon sollen die denn ihre tagtäglichen Bedürfnisse befriedigen, wenn es keine Menschheit gibt, die das alles für sie tut? Das ist ihr Problem, und daran knacken sie bis zum heutigen Tag. Zum Glück muss man sagen, weil sie ihrem grässlichen, menschenfeindlichen, widerlichen Absichten noch nicht Folge leisten können. So einfach ist es halt nicht. Man kann nicht einfach die Menschheit zerstören
und trotzdem von der Ausbeutung leben. Es tut mir leid, das geht eben
nicht. Tut mir überhaupt nicht leid, persönlich, aber diese Einfaltspinsel,
die hier überall wieder in Europa, aber leider auch noch darüber hinaus,
in den USA, und auch anderswo, wieder an der Macht sind, scheinen nicht
imstande zu sein, diese wirklich sehr, sehr simple Logik zu kapieren.
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