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Statement 2026-17 Wie
man in Deutschland die soziale Revolution vertrieben hat Maria Weiß 21.08.2026 Tja, man hat sich da so einiges einfallen lassen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der Katastrophe mit dem Faschismus musste man quasi eine Art Neuanfang zustande bekommen. Dies in den Augen der herrschenden Klassen, jedenfalls in einem Teil von Deutschland, welche noch die ganze Masse zu tun hatten mit ihrer erbärmlichen Niederlage und ihren Verbrechen, die sie begangen hatten. Ja, da musste man sich etwas einfallen lassen, wie man künftig in diesem Land verhindern kann, daß erneut die Massen – die unterdrückten und ausgebeuteten Menschen, die es sowohl damals als auch heute immer noch hier gibt – daran gehindert werden, sich nicht nur vorzustellen, sondern im ganzen Land in Angriff nehmen, wie man eine andere, fortschrittliche Gesellschaft organisieren könnte. Das hat man erfolgreich gemacht. Einmal damit, daß man Menschen von anderen Staaten und anderen Kontinenten hereingeholt hat, welche ganz andere historische Erfahrungen hatten, jedenfalls nicht die, die man in Deutschland hatte. Das hat schon gereicht, um mal einen gewissen Aufschub für die Reaktion, für die Ausbeuterklasse zu schaffen. Was man letztendlich damit geschaffen hat, das steht auf einem anderen Blatt. Man merkt es auch jetzt schon, aber die volle Wirkung wird man erst in der Zukunft noch so richtig zu spüren bekommen, was es bedeutet, wenn man dem eigenen Land den Nachwuchs entzieht, beziehungsweise madig macht. Das ist nämlich das, was hier geschehen ist. Dazu hat man ein soziales, kulturelles und anderes Durcheinander erreicht, welches natürlich eine Vereinheitlichung der Kräfte, hin zu einer Entwicklung, eine grundlegende Änderung des Gesellschaftssystems zu erreichen, ganz massiv erschwert hat. Diese Auswirkungen sind bis heute noch präsent. Und es steht immer noch die Frage, ob sie überhaupt jemals vorbei sein werden. Denn noch hat sich bislang in unserem Land nicht wieder eine eigenständige soziale Revolution entwickeln können. Nein, abgesehen davon, daß man abgelenkt hat auf die sogenannte Umweltkatastrophe, welche eine schöne Erfindung ist, um von der globalen Krise des Kapitalismus abzulenken. Das ist bislang noch nicht vorbei. Und die ganze neue, junge Generation ist bereits damit aufgewachsen. Man kann sich vielleicht denken, wie schwierig es ist, dieses aus der Empfindungswelt herauszunehmen, daß nicht nur und nicht vorrangig die Umwelt interessant sei, sondern die soziale Welt. Und daß man durchaus Möglichkeiten hat, als Mehrheit, als Menschen, die die Arbeit machen in diesem Land wie weltweit auch endlich mal eine entsprechende Gesellschaftsordnung hinzubekommen. Der Nazifaschismus war schon das letzte brutale und widerwärtige Ergebnis der herrschenden Klassen und ihrer Bestrebungen, den Menschen die soziale Revolution in diesem Land auszutreiben. Aber das ist schon eine ganze Ecke her und inzwischen gibt es eine andere Ausrede – und die heißt Umweltkatastrophe. Ja, man hat versucht, alles auf die sogenannte Umwelt abzulenken, weil das ja das Schlimme sei, daß die immer schlimmer und immer schlechter wird und immer weniger für die Menschen bringt. Was natürlich Unsinn ist, aber was man dennoch mit Erfolg, mit der ganzen Macht des sozialen Abwicklungssystems, erreicht hat.
Das Hereinholen ausländischer Arbeitskräfte in diesem Umfang brachte natürlich Sprachprobleme und alles Mögliche mit sich. Und diese Menschen, die von woanders kamen, die kamen aus noch viel mieseren Verhältnissen, als die, die sich hier bereits eingepflanzt hatten. Ja, was willst du da machen? Was noch mieser ist, das will man gar nicht und was ein bisschen besser scheint, das akzeptiert man dann eben – schlimm genug. Aber das Prinzip dahinter ist dasselbe. Eine kleine Minderheit beutet die Mehrheit aus. Egal, von wo sie herkommt, ob sie hier entstanden ist oder nicht. Und das ist immer noch so, auch jetzt. Vielleicht sollte man darüber einmal nachdenken. Vor allen Dingen natürlich als betroffener Mensch, der ausgebeutet wird und mit seiner ganzen Existenz nicht so zufrieden ist, wie es immer scheint, und der vielleicht auch noch ein bisschen vom Fortschritt träumt. Und auch davon, daß es vielleicht auch irgendwann mal gar keine Ausbeutung mehr geben muss, weil die Menschen imstande sein werden, das, was sie produzieren, nicht nur gemeinsam zu produzieren, sondern auch gemeinschaftlich zu teilen. Ich habe die Hoffnung jedenfalls noch nicht gänzlich aufgegeben, daß eine solche Gesellschaft möglich ist. Auch die Hoffnung nicht, daß im Grunde ein ganz entscheidender Teil auch dieser Gesellschaft eigentlich lieber so etwas haben möchte, als das, was jetzt immer noch, auch an Ausbeutung, auch an Bestechung besteht, was ja auch nicht ewig ist, sondern meistens in Katastrophen endet. Ich kann nur empfehlen, über solche Fragen verstärkt nachzudenken. Denn Ausbeutung der Mehrheit durch eine kleine Clique, die alles will, beinhaltet auch immer Krieg. Krieg, der der Mehrheit abgerungen wird und die Mehrheit betrifft. Das war noch immer in der Geschichte so, egal, welches Teil man da betrachtet. Und warum sollte sich das von selbst ändern, wenn das doch für diese herrschenden Kreise so nützlich und so fein ist? Ich denke, daß man die Hoffnung nicht aufgeben muss, daß es irgendwann auch in diesem Land noch mal wieder gelingt, eine wirkliche, echte, revolutionäre Opposition zustande zu bekommen. Gründe dafür gibt es genug. Und man muss die grundlegende historische Entwicklung begreifen. Das ist manchmal nicht so einfach, aber es ist auch nicht unmöglich. Die gesamte Geschichte der Menschheit zeigt, daß letztendlich sich immer, wenn auch über Windungen und Wendungen, der Fortschritt, der soziale wie auch der politische und auch der technische und sonstige Fortschritt, durchgesetzt hat. Warum sollte das eigentlich auf einmal anders sein? Welchen Grund sollte es dafür geben? Den nächsten Weltkrieg? Das ist eine Gefahr, das stimmt. Denn es kann
durchaus sein, daß diese perfiden idiotischen Ausbeuter, die nichts anderes
im Sinn haben als ihre eigene Profitvermehrung auch einen solchen Krieg
noch in Kauf nehmen, weil ihnen von anderen, die ähnlich denken, eingeredet
wird, daß es ihnen doch nur nützlich sein könnte. Aber was haben denn
die letzten Weltkriege gezeigt? Wem waren die letzten Weltkriege nützlich?
Ich kann nur empfehlen, darüber mal ganz konkret nicht nur nachzudenken,
sondern auch mal Schlussfolgerungen daraus zu ziehen.
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